Nachwuchs im Fokus: Girls’ & Boys’ Day 2026 bei SIMONMETALL

Auch in diesem Jahr haben wir uns wieder am bundesweiten Girls’ & Boys’ Day beteiligt – eine Aktion, die uns seit vielen Jahren besonders am Herzen liegt. Der Aktionstag bietet jungen Menschen die Möglichkeit, Berufe kennenzulernen und ihren Blickwinkel zu erweitern.

Am 23.04.2026 durften wir vier motivierte Schülerinnen und Schüler bei uns begrüßen. Auf unseren Betrieb aufmerksam geworden sind sie auf ganz unterschiedlichen Wegen – sei es durch unser regionales Engagement, unsere Produkte oder durch unsere Präsenz an Schulen. Besonders in den Regionen Geisa und Hilders sind wir regelmäßig im Austausch mit den Schulen und stellen dort unsere Ausbildungsberufe vor.

 

Alle vier Schüler verbindet die Freude am Tüfteln, Schrauben und Selbermachen – beste Voraussetzungen also für einen spannenden Tag im Metallhandwerk.

Wie in den vergangenen Jahren haben wir den Tag bewusst in zwei Teile gegliedert. Am Vormittag lernten die Teilnehmenden in der Produktkunde die Grundlagen der Planung und Konstruktion kennen und erhielten gleichzeitig einen Einblick in unsere Ausbildungsberufe: den Technischen Systemplaner (m/w/d) sowie den Metallbauer in den Fachrichtungen Konstruktionstechnik bzw. Gestaltung (m/w/d). Zur Mittagszeit folgte der Wechsel in unsere Produktion. Dort konnten die vier selbst aktiv werden und erste praktische Erfahrungen sammeln.

Eine besondere Aufgabe war die Anfertigung einer geschmiedeten Rose aus Stahl. Bereits in der Planungsphase hatten sie ihre eigenen Entwürfe erstellt, Einzelteile besprochen und sich auf die Umsetzung vorbereitet. Mit viel Engagement und handwerklichem Geschick entstanden so individuelle Werkstücke, die am Ende des Tages stolz mit nach Hause genommen wurden.

Für uns ist die Teilnahme am Girls’ & Boys’ Day seit Jahren ein fester Bestandteil unseres Engagements. Es ist uns wichtig, jungen Menschen das Metallhandwerk näherzubringen und ihnen zu zeigen, wie vielseitig und spannend diese Berufe sind. Die Begeisterung und das Interesse, das wir an solchen Tagen erleben, bestätigen uns immer wieder darin, diesen Weg weiterzugehen.

Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr!

Delegationsreise IHK und BBZ nach China

Im April durften Christian Simon und Yvonne Simon Teil der Fulda-Delegation nach China sein — geleitet von Michael Konow von der IHK Fulda und Dr. Mirijam Kessler vom BBZ Fulda.

Für diese besonderen, wertvollen und sehr eindrucksvollen Einblicke sagen wir herzlich Danke. Es war eine große Bereicherung, Teil dieser Reise sein zu dürfen.

Im Rahmen der Delegation waren wir mehrere Tage in Mianyang unterwegs und konnten verschiedene Unternehmen, Bildungseinrichtungen und Institutionen besuchen. Dabei haben wir spannende Einblicke in Wirtschaft, Ausbildung, Arbeitswelt und Alltag in China erhalten. Im Anschluss haben wir noch einige Tage in Chengdu und Chongqing verbracht, um Land, Kultur und Menschen noch besser kennenzulernen.

Es gibt unglaublich viel zu erzählen — hier einige Eindrücke, die uns besonders in Erinnerung geblieben sind:

China begegnet einem mit enormer Dynamik, Tempo und wirtschaftlichem Selbstverständnis. Business hat dort einen sehr hohen Stellenwert. Beeindruckend war für uns, mit welcher Konsequenz, Geschwindigkeit und Zielorientierung viele Themen angegangen werden.

Auch die Hilfsbereitschaft und Gastfreundschaft, die wir erleben durften, haben uns sehr beeindruckt. Wir wurden offen empfangen, unterstützt und mit großem Interesse begleitet.

Auffällig war außerdem die enorme Vielfalt an Elektroautos im Straßenbild — von chinesischen Marken über Tesla bis hin zu deutschen Herstellern wie Mercedes, Porsche, VW und BMW. Mobilität, Digitalisierung und Infrastruktur sind in vielen Bereichen sehr weit entwickelt. Zug- und Metroverbindungen haben wir als äußerst pünktlich, zuverlässig und effizient erlebt.

Ein weiteres Thema, das uns besonders aufgefallen ist, war die Digitalisierung im Alltag. Zahlungen laufen fast überall per QR-Code, selbst bei Straßenverkäufern. Gleichzeitig ist gesetzlich geregelt, dass Bargeld weiterhin angenommen werden muss. Auch Eintrittskarten, Zugtickets und viele andere Vorgänge sind eng mit persönlichen Identifikationsdaten verknüpft (Passnummer) — ein System, das aus europäischer Perspektive kontrovers zum Nachdenken anregt.

Überraschend positiv war für uns auch die Luftqualität in den Städten, die wir besucht haben, sowie der hohe Anteil an Grünflächen. Wir haben uns während der gesamten Reise sehr sicher gefühlt.

Kulinarisch war China ebenfalls eine Reise für sich: eine unglaubliche Vielfalt an Obst, Gemüse, Fisch, Fleisch und regionalen Spezialitäten. Gegessen wird oft sehr ganzheitlich — „from nose to tail“ ist dort gelebte Praxis. Gleichzeitig haben wir auch großartige vegetarische Restaurants kennengelernt, mit einer beeindruckenden Vielfalt aus Pilzen, Bohnen, Bambus, Gemüse und frischen Zutaten.

Ein besonderes Highlight war der Besuch des Dujiangyan-Bewässerungssystems — ein architektonisches Meisterwerk und UNESCO-Weltkulturerbe, das die Region Chengdu seit Jahrhunderten vor Überschwemmungen schützt und bis heute von großer Bedeutung ist.

Auch Chengdu und Chongqing haben bleibende Eindrücke hinterlassen. Besonders Chongqing war für uns überwältigend: eine riesige, pulsierende Metropole mit unzähligen Hochhäusern, enormer Dichte und einer Energie, die schwer in Worte zu fassen ist.

Geschichtlich interessant war für uns, dass China nach Russland im 2. Weltkrieg die meisten Menschen verloren hat (mehr als Deutschland). Auch dort war Krieg – v.a. mit Japan. Diverse Bunker in Chongqing zeigen noch Spuren. Jetzt genutzt als Tankstelle oder Bunker-Restaurant.

Und natürlich durften auch die Pandas nicht fehlen. Zu sehen, wie diese Tiere fast ausschließlich aus Bambus ihre Energie gewinnen, war faszinierend — und erklärt vielleicht auch ihre sehr entspannte Art.

Was nehmen wir mit?

China ist ein Land voller Gegensätze: modern und traditionsbewusst, hochdigital und tief kulturell geprägt, wirtschaftlich extrem dynamisch und gleichzeitig vor eigenen großen Herausforderungen stehend. Viele Eindrücke haben uns begeistert, manche haben uns nachdenklich gemacht.

Wir sind dankbar für die Begegnungen, Gespräche und Erfahrungen. Solche Einblicke erweitern den eigenen Blick auf Wirtschaft, Gesellschaft und Zusammenarbeit weit über den eigenen Alltag hinaus.

Danke an alle, die diese Delegationsreise möglich gemacht haben. Schön, dass wir dabei sein durften.